Neue Kasse, neue Maschine, eine Website oder eine Photovoltaikanlage auf dem Betriebsdach: Für viele Investitionen gibt es Fördergeld oder günstige Kredite. Die Programme ändern sich allerdings häufig. Dieser Ratgeber zeigt, wo Sie aktuelle Informationen finden.
1. Erst beraten lassen, dann investieren
Die wichtigste Regel: Bei den meisten Programmen muss der Antrag gestellt werden, bevor Sie den Auftrag vergeben. Wer erst kauft und dann Förderung sucht, geht oft leer aus.
Erste, meist kostenlose Anlaufstellen sind die Förder- und Gründungsberatung Ihrer IHK (für die Region zum Beispiel IHK Karlsruhe, IHK Rhein-Neckar oder IHK Heilbronn-Franken) und die Betriebsberatung Ihrer Handwerkskammer.
2. Digitalisierung
Baden-Württemberg fördert Digitalisierungsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen über die Digitalisierungsfinanzierung (früher Digitalisierungsprämie). Es handelt sich um zinsgünstige Darlehen, bei bestimmten Vorhaben mit zusätzlichem Tilgungszuschuss. Beantragt wird über die Hausbank; Programmträger ist die L-Bank. Das Programm ist befristet – laut IHK derzeit bis 30. Juni 2027.
3. Gründung und Wachstum
Die L-Bank als Förderbank des Landes und die KfW bieten Darlehen für Gründung, Übernahme und Investitionen. Auch hier läuft der Antrag in der Regel über Ihre Hausbank.
4. Energie und Gebäude
Für Energieeffizienz, Heizungstausch und erneuerbare Energien im Betrieb gibt es Programme von Bund und Land. Lassen Sie sich von einem Energieberater oder Ihrem Fachbetrieb beraten, welche Förderung zu Ihrem Vorhaben passt.
5. Die Förderdatenbank nutzen
Einen guten Überblick über Programme von EU, Bund und Land bietet die Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de). Filtern Sie nach Baden-Württemberg, Ihrer Branche und dem Vorhaben.
Wichtig: Förderprogramme werden häufig geändert, aufgestockt oder beendet. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen immer direkt beim Programmträger oder bei Ihrer Kammer, bevor Sie planen.