Ob Servicekraft, Verkäuferin oder Geselle: Viele Betriebe im Kraichgau suchen lange nach passenden Leuten. Kleine Unternehmen können dabei mit Dingen punkten, die große oft nicht bieten – kurze Wege, ein persönliches Team und Verantwortung von Anfang an. Man muss es nur zeigen.
1. Eine Anzeige, die Lust macht
- Klarer Jobtitel: „Verkäufer/in (m/w/d) in Teilzeit“ statt „Mitarbeiter gesucht“.
- Was Sie bieten zuerst: Arbeitszeiten, Bezahlung oder Gehaltsspanne, Team, Weiterbildung, Parkplatz, Nähe zum Bahnhof.
- Aufgaben konkret beschreiben – und ehrlich sagen, was wirklich Voraussetzung ist.
- Einfache Bewerbung: Telefonnummer, WhatsApp oder ein kurzes Formular senken die Hürde deutlich.
2. Dort suchen, wo die Leute sind
Viele Bewerberinnen und Bewerber im ländlichen Raum suchen bewusst in der Nähe. Veröffentlichen Sie Ihre Stelle deshalb auch regional – zum Beispiel kostenlos auf Jobs in der Region bei kraichgau.BIZ – und sprechen Sie Kundschaft, Lieferanten und Ihr Team an. Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld sind oft die besten Kontakte.
3. Die Zahlen für 2026
- Mindestlohn: 13,90 Euro pro Stunde seit 1. Januar 2026; zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro.
- Minijob: Die Verdienstgrenze liegt 2026 bei 603 Euro im Monat.
- Midijob (Übergangsbereich): 603,01 bis 2.000 Euro im Monat.
Planen Sie bei Minijobs die Arbeitsstunden so, dass Mindestlohn und Verdienstgrenze zusammenpassen – mit der Erhöhung 2027 ändert sich die Rechnung erneut.
4. Auch an Ausbildung denken
Wer ausbildet, sichert sich Fachkräfte von morgen. IHK und Handwerkskammer beraten zur Ausbildungsberechtigung, und Praktika für Schülerinnen und Schüler sind ein guter erster Kontakt.
5. Schnell antworten
Gute Bewerberinnen und Bewerber haben oft mehrere Angebote. Melden Sie sich innerhalb weniger Tage zurück und laden Sie zum Probearbeiten oder Kennenlernen ein.
Hinweis: Für Fragen zu Arbeitsvertrag, Lohn und Sozialversicherung helfen Ihre Steuerberatung, Lohnbuchhaltung oder Ihre Kammer.